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Drone Security Index

New Age Defence × BRDO · Pilotland: Deutschland

Illustration einer Quadrocopter-Drohne im Flug, mit unscharfen Rotoren, vor einem körnigen Verlauf von Dunkel nach Hell.

Der groß angelegte russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat den Charakter moderner Kriegsführung grundlegend verändert und die strategische Bedeutung des breiten Einsatzes unbemannter Systeme deutlich gemacht. Relativ kostengünstige Drohnen können erhebliche Schäden an der Zivilbevölkerung, den Streitkräften, kritischen Infrastrukturen und Volkswirtschaften verursachen. Trotz des zunehmenden Bewusstseins für diese Bedrohung in Europa fehlt den Staaten nach wie vor eine gemeinsame Methodik, um die auf dem ukrainischen Schlachtfeld gewonnenen Erfahrungen systematisch in die Planung von Verteidigung, Sicherheit und Resilienz zu integrieren.

Der Drone Security Index ist eine Initiative von New Age Defence und BRDO zur Entwicklung einer solchen praxisorientierten Methodik. Der Index bewertet die Fähigkeit eines Landes, auf drohnenbezogene Bedrohungen in vier Bereichen zu reagieren: Prävention, Erkennung, Reaktion und Wiederherstellung. Er soll konkrete Fähigkeitslücken identifizieren, die Vorbereitung auf unterschiedliche Szenarien — von begrenzten Vorfällen bis hin zu hochintensiven Krisen — bewerten und Prioritäten für die Anpassung von Regierungen und Verteidigungsindustrie definieren.

Deutschland wurde aufgrund seiner zentralen Rolle in der kollektiven Verteidigungsarchitektur der NATO als Pilotland ausgewählt. Auf Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen sowie von Konsultationen mit Experten aus Regierung, Streitkräften, Wissenschaft und Verteidigungsindustrie wird der aktuelle Bereitschaftsstand Deutschlands bewertet. Darauf aufbauend werden der deutsche Drone Security Index sowie konkrete Handlungsempfehlungen für einen kurzfristigen Horizont von 1–2 Jahren und einen mittelfristigen Horizont von 3–5 Jahren entwickelt. Nach der Validierung soll die Methodik als offene gesamteuropäische Analyseplattform etabliert werden, auf der Länder nationale Bewertungen durchführen und miteinander vergleichen können. Ein zentrales Element der Plattform wird eine interaktive Szenarienkarte sein, die die potenziellen Auswirkungen drohnenbezogener Bedrohungen auf militärische Einsatzbereitschaft, kritische Infrastrukturen, die Verteidigungsindustrie und die gesellschaftliche Resilienz veranschaulicht.